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Hühnerfarm


Das neuste Projekt und bereits äußerst erfolgreiche ist unsere Hühnerfarm. »Fandeema« bedeutet in Mandinka, der Stammessprache in Salikenni, in etwa »Hilfe zur Selbsthilfe«, also genau das, was wir mit unseren verschiedenen Projekten bezwecken: Den Menschen in Salikenni Zukunftsperspektiven bieten und mit dem Transfer von Know-how dazu beitragen, dass neue und nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen werden.

Unter dem Projektnamen »Fandeema« wurde 2015 unsere Hühnerfarm aufgebaut, die sich im vergangenen Jahr in einem atemberaubenden Tempo entwickelt hat. Dies ist vor allem auf das eindrucksvolle Engagement und die große Tatkraft unseres Freundes Bakary Ndow zurückzuführen. Leidenschaft, Zuverlässigkeit und Gestaltungswille sind die Eigenschaften von Bakary, der bei uns 2014 zunächst als Volontär im Kindergarten angefangen hatte. Uns hat daher der Vorschlag von Lamin Kolley, dem Headmaster unseres Kindergartens, sofort überzeugt, Bakary die Leitung von Fandeema zu übertragen.

Zu Beginn des Projekts absolvierte Bakary zunächst ein einmonatiges Praktikum bei Dr. Turay am » Department of Livestock Services«, einer Einrichtung des Agrarministeriums mit Sitz in Abuko in der Nähe von Banjul. Dabei lernte er die notwendigen »Basics« wie Kükenaufzucht, Impfmanagement und Haltung sowie Pflege von Hühnerscharen. Auch jetzt noch kann Bakary jederzeit auf die Expertise von Dr. Turay zurückgreifen. Mit Rat und Tat steht Bakary auch unser Projektkoordinator Alasana Ceesay zur Seite. Alasana hat nicht nur ausgewiesene Expertise in Landwirtschaft, sondern ist auch in Banjul exzellent vernetzt. Er ist von dort aus unermüdlich im Einsatz für sein Heimatdorf Salikenni. Bakary steht außerdem in fast täglichem Kontakt mit Dr. Tomaz Kotnik, Landwirt und Hühnerhalter in Ratingen, der die Hühnerfarm mit geplant und auf diese Art sowie durch mehrere Besuche vor Ort alle Entwicklungsschritte intensiv begleitet hat.

Die »Lernkurve« im letzten Jahr war steil und es hat sich mehrfach bewahrheitet, dass die Entscheidung richtig war, zunächst mit einer kleinen Hühnerschar von etwa 100 Legehennen zu beginnen. Auch war ein Anlauf von etlichen Monaten erforderlich, um geeignete Futtermischungen für die Tiere zu finden. Bakary konnte gerade in der Eingangsphase von der langjährigen Erfahrung von Tomaz Kotnik profitieren, der selber zu Beginn seiner Hühnerhaltung in Deutschland immer wieder hatte erkennen müssen, dass unvorhersehbare und zum Teil nur schwer nachvollziehbare Phänomene dazu führen können, dass die Produktivität von Legehennen deutlich schwanken kann. Zusätzlich zu den Legehennen hat Bakary bereits einige »Produktionszyklen« von jeweils mehreren hundert Masthähnchen erfolgreich durchlaufen mit allem, was dazugehört - von der Aufzucht junger Küken bis zur Schlachtung und dem Verkauf im Dorf.

Die Hühnerfarm läuft inzwischen prächtig und wirft derzeit durchschnittlich 100 (!) Eier pro Tag ab. Dies trägt auch dazu bei, dass das Dorf unabhängiger von Importen aus Europa geworden ist (die meisten Eier kamen bislang aus den Niederlanden). Zusätzlich ergänzen die Produkte, die auf dem Farmgelände angebaut werden, auch das Nahrungsangebot in unserer Nursery School. Das Wachsen der Hühnerfarm hat dazu geführt, dass drei weitere Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Njaranding Fadera und »Chicken Lamin« (den Spitznamen erhielt Lamin Fatajo vor Ort zur Vermeidung von Verwechslungen mit Schulleiter Lamin Kolley) unterstützen Bakary bei seiner Arbeit auf der Farm. Das Dreier-Team ist jeden Tag aufs Neue mit Begeisterung und Engagement bei der Sache. Weiterhin zum Fandeema-Projekt gehört auch Night-Watchman Alieu Keita, der nachts auf der Farm und den umliegenden Gärten nach dem Rechten schaut.