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Wasserprojekt


Die Erneuerung der zentralen Wasserversorgung im Dorf

 

Im Jahre 1994 hat die EU im Senegal und in Gambia in einigen Dörfern zentrale Wasserversorgungen errichtet. Ziel war es, die über das Dorf verstreuten traditionellen offenen Brunnen durch einen zentralen und abgedeckten Brunnen zu ersetzen. Offene Brunnen stellen immer eine Gefahr für Verunreinigung dar.

Der zentrale Brunnen hat eine über Photovoltaik angetriebene Pumpe. Das Wasser wird in einen Wasserturm hoch gepumpt und verteilt sich dann über ein Leitungsnetz ins Dorf. Die Wasserhähne sind nicht in den einzelnen Häusern installiert, sondern nur an den Kreuzungen der Dorfwege.

Nach Fertigstellung wurde die Verantwortung für die Wartung in die Hände des Dorfes übergeben. Leider wurden aber vom Wasserkomitee des Dorfes keine ausreichenden Strukturen geschaffen, um auf finanzielle Mittel für Instandsetzung oder Neuanschaffung von Elementen zurückgreifen zu können. So kam es nach 20 Jahren wie es kommen musste: die Solarpanels waren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt, die Pumpe lief nur noch schwer und wenn der Himmel nur etwas bewölkt war, wurde wird nicht mehr genug Energie bereit gestellt, um Wasser in den Tank zu pumpen. Darüber hinaus war der Wassertank undicht geworden und das kostbare Nass floss in Strömen aus dem Tank und versickerte in der Erde.

Obwohl das Projekt der Erneuerung der Wasserversorgung eigentlich unser Budget überstieg, hatten wir  angesichts der Ebola-Epidemie in 2014 in den angrenzenden Ländern keine andere Wahl.

Im Frühjar 2014 haben Dorothea von Renesse und Klaus Deiss den Kontakt zum Wasserkomitee hergestellt und die Finanzierung der Erneuerung der Anlage auf Basis eines zinslosen Kredits angeboten.

Schnell wurde man sich vertraglich einig. Der Verein beauftragte die gambische Firma Gamsolar für 675.518 Dalasi [12.720 EUR] den Tank mit einem neuen Inliner abzudichten, sowie die Solarpanels und die Pumpe zu ersetzen. Das Dorf zahlt den Kredit in Jahresraten von 100.000 Dalasi [1.883 EUR] zurück, was für jeden Haushalt zu einer Belastung von 25 Dalasi [0.47 EUR] im Monat führt.

Seit dem 7. November 2014 fließt endlich und zur allergrößten Erleichterung der Dorfbewohner wieder Wasser. Die letzten fünf Wochen kam kein einziger Tropfen mehr aus der Anlage und die Bewohner mussten zum Teil zwei Kilometer bis zur nächsten Wasserquelle laufen.

Wir sind froh, dass im Dorf wieder eine geregelte Wasserversorgung möglich ist. Leider hat der Ausbruch des Ebola-Virus in den Nachbarländern uns drastisch vor die Augen geführt, wie wichtig grundlegende Hygiene ist, und dazu gehört zuallererst sauberes Wasser.

Die neuen Solarpanels
Blick in den Wassertank
Gamsolar und das Wasserkommittee vor der neuen Anlage
Das Wasser fliesst wieder