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Wie alles anfing


Das deutsch-gambianische Jugendwerk Salikenye

der Aktion Friedensdorf e.V. Bochum.

Die Idee eines deutsch-gambianischen Jugendwerks entstand während eines Ferienaufenthaltes von Hildegunde und Siegfried Pape und Besuch ihres Sohnes Gerald Ostern 1987. Ausgelöst wurde sie durch die Installation einer Pumpe und eines „Wasserturms“. Beides sollte die marode Wasserversorgung der Gesundheitsstation im auf der anderen Seite des Gambiaflusses gelegenen, schwierig zu erreichenden Dorf Salikenye „heilen“.

Ein Happening mit Folgen

Die Station wurde im Auftrag einer Bochumer Ärztegruppe von dem jungen Arzt,Dr. Gerald Pape betreut, der in der Chirurgie des Royal Victoria Hospitals in der Hauptstadt Banyul assistierte. Begleitet von Lamin Saho, dem counterpart der Ärztegruppe, besuchten Papes mit ihrem Sohn Gerald das Dorf Salikenye. Ihr spontanes Engagement, mit dem sie die Geräte beschafften und in das entlegene Dorf transportierten, gestaltete sich bei der Installation zu einem happening, bei dem etliche Dörfler mitwirkten und viele zuschauten. Der Brunnen der Gesundheitsstation wurde vertieft und gesäubert, mit einer Mauer umgeben und einer Betonplatte abgedeckt, in die die Schwengelpumpe eingelassen wurde. Danach wurde das morsche Holzgerüst mit dem Wasserbehälter abgebaut und durch ein Stahlgerüst ersetzt. Dieses Gerüst war mit Hilfe einer italienischen Baufirma, die im Royal Victoria Hospital tätig war, so konstruiert worden, dass es in Einzelteilen mit einem pickup nach Salikenye geschafft und dort zusammengeschraubt werden konnte.

Diese Aktion, ausgeführt innerhalb eines dreiwöchigen „Ferienaufenthaltes“ hat die Dorfbevölkerung so beeindruckt, dass vom Vorsitzenden des Jugendkomitee, Foday Travally angefragt wurde, ob ihnen nicht geholfen werden könnte, ein Jugendhaus neben dem Fußballfeld am Rande des Dorfes zu errichten. Darin wurde er unterstützt von Dr. Lamin Saho, damals Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, mit dem Argument, die Landflucht der Jugendlichen durch Förderung dörflicher Jugendeinrichtungen mindern zu können. Er schlug vor, ein deutsch-gambianisches Jugendwerk zu gründen.

Hildegunde Pape hat die Idee im Kreis ihrer Kollegen der Erich Kästner Schule verbreitet; Siegfried Pape, hat sie dem Vorstand der Aktion Friedensdorf e.V. Bochum nahegelegt, deren Vorsitzender er seit Gründung dieser Kinderhilfsaktion  im Jahr 1969 war. Beides hat gefruchtet.

Pilotprojekt mit der Erich Kästner Schule in Bochum

Von dieser Gesamtschule waren neun Abiturienten/innen des Leistungskurses Geographie bereit, mit ihrem Lehrer Udo Müller nach Gambia zu reisen und in einem dreiwöchigen workshop gemeinsam mit gambianischen Jugendlichen ein Jugendhaus zu bauen. Der Vorstand der Aktion Friedensdorf e.V. Bochum (AFBo) war bereit, die Baukosten des Vorhabens zu übernehmen. Für die Flug- und Aufenthaltskosten musste jedoch eine andere Quelle gefunden werden. Und so kam die dem Verein AFBo nahe stehende Familie Renesse ins Boot, deren Töchter Sandi und Dorli ebenfalls mitarbeiten wollten.

Ernst-Albrecht von Renesse vermittelte den Kontakt zur Carl Duisberg Gesellschaft (CDG). Sie verwaltet die Mittel des vom Land NRW aufgelegten Programms „Konkreter Friedensdienst“, mit dem die Zusammenarbeit Jugendlicher in der Entwicklungshilfe gedanklich und konkret durch Projekte gefördert werden sollte. Die CDG übernahm die Reisekosten der Jugendlichen, die sich an den Aufenthaltskosten beteiligten. Somit stand der Vorbereitung des ersten workshops im Dezember 1987 nichts mehr im Wege.

 Zur Vorbereitung auf die Aufgabe und die Verhältnisse in Salikeyne wurden regelmäßige Treffen und einem Wochenendseminar veranstaltet, in denen die jungen Leute sich gegenseitig und ihre Betreuer näher kennen lernten. Beim ersten Besuch in Gambia wurden Schulen und Entwicklungsprojekte besucht, dann begann der workshop.

 Es wurde ein Erfolg. In harter Arbeit, bei äußerst karger Unterbringung und Verpflegung, entstand ein eingeschossiges Gebäude, ca. 40 m lang und 7 m breit (280 qm), mit luftigen Gitterfenstern und mehreren Stahltüren, dem großer Versammlungsraum mit einer „Bühne“ und einem kleinen Nebenraum. Das begeisternde Engagement der gambianischen und deutschen Jugendgruppe wurde Grundlage für Freundschaften, weitere workshops und somit den Ausbau des Jugend- und Sportzentrums Salikenye.

Im Mai 1988 empfingen diese ersten „Gambiafahrer“ eine Gruppe von elf gambianischen  Jugendleitern zum Gegenbesuch in Bochum, betreut vom counterpart des Projekts, dem Rektor Mustapha Dibba aus Salikenye. Dieser Austausch ließ sich jedoch wegen der hohen Kosten nicht wiederholen..

Die Workshops der jungen Gambiafahrer

Fortan fanden in den Jahren 1989, 1991 und 1992 drei weitere workshops mit 1012 zumeist handwerklich ausgebildeten Studenten/innen von Fachhochschulen und Universitäten statt, darunter jeweils einige mit Musikinstrumenten zur abendlichen Unterhaltung und Kontaktförderung. Die Vorbereitung der workshops wurden aufgrund der Erfahrungen und im Hinblick auf die gestellten Aufgaben intensiviert, gleichzeitig wurden die Aufenthalte im Dorf etwas erleichtert, indem zusätzliche Nahrungsmittel in Banjul eingekauft und Liegen vor Ort angefertigt wurden.

Während der zwei folgenden workshops wurden in Absprache mit dem Youth Council eine Solareinheit und Lampen installiert, ein Volleyball- und ein Basketballfeld eingerichtet und mit Geräten ausgestattet, Fußballtore hergestellt, Bänke und Tische gezimmert und Nähkurse mit eingeführten Nähmaschinen und örtlich erworbenen Stoffballen von einer Lehrerin der Erich Kästner Schule durchgeführt. Daneben wurde Volleyball- und Basketball mit den Jugendlichen trainiert, um Fußballpokale gespielt, Musik- und Tanzabende veranstaltet, Taufen und Hochzeiten mit erlebt und auf Einbäumen durch die Mangroven am Rande des Flusses gestakt. Vor oder nach den Aufenthalten im Dorf wurden gelegentlich sehenswerte Orte und Märkte aufgesucht sofern Fahrgelegenheiten vorhanden waren..

 Nach jedem workshop erholten sich die Gruppen ein oder zwei Tage vor dem Rückflug an der Atlantikküste. Dort erlebten die jungen Helfer ihren Kulturschock, ausgelöst durch das üppige Angebot an touristischen Events im Kontrast zu der einfachen Lebensweise in den bescheidenen  compound Siedlungen, die sie erlebt hatten und die am Rande der Küstenzone vorherrschte.

Das unermüdliche Youth Committee

Zwischen den workshops in den Jahren 1989 und 1991 haben Papes und Renesses Salikenye besucht, Fördermittel überbracht und damit die Erweiterung der Anlage zu einer Mehrzweckeinrichtung, einem Multipurpose-Center vorbereitet. Das Jugendkomitee hat diese Fördermittel dazu genutzt, das Grundstück mit einer hohen Mauer einzufrieden, ein mit dem Frauenkomitee vereinbartes Frauenhaus und ein traditionelles Rundhaus mit Schilfdach, sowie zwei Wasch- und Toilettenanlagen zu errichten und die Grabung eines Brunnens auf dem Grundstück zu veranlassen. Die Gambiafahrer haben beim folgenden workshop geholfen, diese Einrichtungen fertig zu stellen.

Ein Workshop im Zeichen der Mango

Nachdem bei jedem Besuch aufgefallen war, dass große Mengen geernteter Mangos im Dorf und auf den Märkten verdarben, weil sie weder verbraucht noch exportiert werden konnten, hatte Hildegunde Pape die Idee, diese wertvollen vitaminreichen Früchte mittels Sonnenwärme zu dörren und somit für eine gewisse Zeit zu konservieren. Neben dem vorrangigen  Verbrauch zur Verbesserung der Ernährung, könnten die gedörrten Früchte den Touristen angeboten oder vielleicht sogar exportiert werden. Es entstünde ein zusätzlicher, profitabler Erwerbszweig, denn seinerzeit wurden in deutschen Dritte Welt Läden Beutel mit 100 gr. gedörrter Mangos aus den Philippinen und Brasilien für 6 DM angeboten.

 Nach einem erfolgreichen DörreVersuch, den Hildegunde Pape im Juli 1991 mit einer mitgeführten Darre während eines Kurzaufenthaltes auf dem Grundstück von Lamin Saho durchgeführt hatte, wurde eine größere Anzahl der aus Sperrholz gefertigten Darren vor Ort hergestellt und nach Salikenye transportiert. Gleichzeitig begann die Vorbereitung einer landesweiten Erhebung der Mangobaumbestände, mit der die Menge der jährlich geernteten Mangos ermittelt werden sollte.

 Die Landkarten, die das Wegesystem zu den Dörfern und die flussnahen Gebiete erkennen ließen, in denen Mangobäume wachsen, konnten von einem geographischen Institut in London beschafft werden. Mit dem vierten workshop, geplant für April 1992, sollten die Mangobaumbestände und Erntemengen ermittelt sowie eine größere Menge gedörrter Mangoschnitzel zur Demonstration der Methode im Dorf hergestellt werden.

 Gemeinsam mit den jungen Leuten, die sich für diesen workshop gemeldet hatten, darunter einige, die bereits mehrmals in Salikeyne mitgearbeitet hatten, wurden vier Teams zu zweit gewählt, die mit Mietautos und Fahrern beidseitig des Gambiaflusses auf vorgezeichneten Routen mit festen Übernachtungs- und Treffpunkten in den Dörfern die Mangobaumbestände ermitteln sollten. Die Dorfvorsteher (alkaldes) und Eigentümer der Bäume waren zu befragen nach den Mangosorten, den Erntemengen und dem Verbrauch der Früchte. Weil das kleine Land beidseitig des Flusses nicht sehr breit und etwa 400 km lang ist, wurden für diese anstrengenden Fahrten zehn Tage veranschlagt und auch benötigt. Die im Dorf verbleibende Gruppe würde währenddessen mit Hilfe der Dorfbewohner größere Mengen gedörrter Mangoschnitten herstellen, um die Einheimischen zugleich „auf den Geschmack“ zu bringen und mit der Methode und dem Nutzen vertraut zu machen.

Präsentation der Ergebnisse vor Ort

Bei einer Wahlveranstaltung im Dorf, an der auch der Präsident der Republik, einige Minister und Parlamentarier sowie die chiefs, alkaldes und viele Besucher aus dem Distrikt Central Baddibu teilnahmen, wurden etwa 100 Beutel gedörrter Mangoschnitten verteilt. Dem Präsidenten wurde das Modell einer Darre überreicht und die Methode des Dörrens und Konservierens vorgeführt. Ihm wurde ein Ergebnisbericht mit Vorschlägen angekündigt, auf welche Weise eine nachhaltige Verbreitung der Vorteile des Dörrens unter der Bevölkerung erreicht werden könnte.

 Im Ergebnis wurde ermittelt, dass aus der jährlichen Ernte ein Überschuss von etwa 75 t gedörrter Mangoschnitten für den eigenen Verbrauch und den Verkauf hergestellt werden könnten. Für die Verbreitung der Methode und um den Bedarf zu wecken, wurde vorgeschlagen, den Schulen Darren und Mangos zum Ausprobieren zur Verfügung zu stellen. Für die Förderung dieses Konservierungprogramms sollte die Deutsche Welthungerhilfe in Zusammenarbeit mit der Gambian Food and Nutrition Association (GAFNA)gewonnen werden. Die GAFNA, zuständig für die Verbesserung der Ernährung, befasste sich bereits u.a.mit dem Dörren von Tomaten.

Der Militärputsch im Jahr 1994

Der Bericht der Aktion Friedensdorf wurde dem gambianischen Landwirtschaftsministerium, der GAFNA und der Deutschen Welthungerhilfe zugestellt. Nach mehreren Gesprächen mit der Welthungerhilfe sind Papes im März 1993 nach Gambia gereist, um die GAFNA zu einem Förderungsantrag zu bewegen. Es wurden jedoch keine schnellen Fortschritte erzielt. Im Frühjahr 1994 erfolgte der Militärputsch, der nicht nur die Regierung wegfegte sondern auch die counterparts, Dr. Lamin Saho und Mustapha Dibba, sowie die Gesprächspartner der GAFNA. Wegen ihrer Mitgliedschaft in der bis dahin regierenden Peoples Progressive Party (PPP) wurden sie  ihrer Ämter enthoben. Damit war die Basis für eine weitere Zusammenarbeit weggebrochen und es gab auch zunächst keinen Kontakt mehr zum Jugendkomitee in Salikenye, weil die Kommunikation, damals noch ohne Telefon und Internet, schwierig war.

Ende der Förderhilfen des Landes NRW

Über Mittelspersonen wurde der Kontakt wieder hergestellt und Geld zum weiteren Ausbau des Centers  bzw. zur Beseitigung der Schäden, die ein Regensturm an den Gebäuden und an der Grundstücksmauer angerichtet hatte, per Bank und von Götz Bering übermittelt, der an mehreren workshops teilgenommen hatte und Salikenye im Dezember 1999 besuchte Zu der Zeit wurde das Jugendhaus als Schule genutzt und Aktion Friedensdorf war gebeten worden, die Errichtung zweier Klassenräume finanziell zu ermöglichen.

Bisher war es möglich gewesen, bei den Gruppeneinsätzen im Rahmen des „Konkreten Friedensdienstes“ auch Mittel aus dem Entwicklungshilfefond des Landes NRW für Baumaßnahmen zu bekommen. In Anbetracht  der veränderten Verhältnisse und ohne Unterstützung durch einen counterpart in Banjul, war die Durchführung eines workshop, bei dem weitere Gebäude errichtet werden sollten, zu riskant.

 Daraufhin ist Siegfried Pape im Juni 2000 nach Salikenye gereist und hat die restlichen Mittel des Trägervereins zum Bau eines Schulgebäudes auf dem Grundstück des Centers überbracht. Dieser Betrag wurde dann zum Bau eines Gästehauses für auswärtige Fußballmannschaften verwendet, weil der Schulbetrieb nicht weitergeführt werden konnte. Die Regierung hatte die Mittel für die Unterrichtung des 5. und 6. Jahrgangs in Salikenye gestrichen und die Eltern waren außerstande, die Gehälter der Lehrer für diese Altersgruppen selbst aufzubringen.

Gründung eines neuen Trägervereins

Dies war der letzte Besuch eines Mitglieds des Trägervereins Aktion Friedensdorf e.V. in Salikenye und auch die letzte, substantielle finanzielle Förderung, die der Verein aufbringen konnte. Infolge des Mitgliederschwunds konnte der Verein mit den verbliebenen, aktiven Mitglieder die Förderung des Multipurpose-Centers Salikenye nicht mehr leisten. Vor diesem Hintergrund wurden die ehemaligen Gambiafahrer/innen im Herbst 2007, zwanzig Jahre nach dem ersten workshop in Salikenye im Jahr 1987, zu einem Treffen eingeladen, um mit ihnen die Bildung eines Förderkreises als zukünftiger Träger zu erörtern.

Daraufhin haben Dorothea von Renesse im Juni gefolgt von Thomas Hegenberg und Rüdiger Kurtz im Dezember 2008 Salikenye aufgesucht und mit den Komitees die Einrichtung eines Vorschulkindergartens und die zukünftige Entwicklung und Zusammenarbeit besprochen. Durch ihre Initiative ist der Verein „Zukunft in Salikenni / Gambia“ mit anderen Zielen und neuer Schreibweise des Ortsnamens entstanden. Er wurde im Dezember 2008  gegründet und wird die langjährige Trägerschaft der Aktion Friedensdorf e.V. Bochum/ Witten fortsetzen. 

 

* Aktion Friedensdorf e.V. Bochum (nicht nur eine Fußnote)

 

  • AFBo wurde 1969 als Unterstützungsverein für den Aktion Friedensdorf Oberhausen e.V. gegründet. Gemeinsam mit anderen Ortsvereinen, hat AFBo die Errichtung und den Unterhalt des Friedensdorfes in Oberhausen unterstützt und napalmverbrannte und querschnittsgelähmte vietnamesische Kinder in deutsche Kliniken überführt und betreut. AFO hat später seine Namen in Friedensdorf International e.V. geändert und ist dem Paritätischen Wohlfahrtsverband beigetreten. Friedensdorf International rehabilitiert kriegsgeschädigte Kinder, ermöglicht ihre Schul- und berufliche Ausbildung, bringt sie danach in ihre Heimatländer zurück und betreut sie weiterhin
  • Die Ortsvereine haben sich 1972 von Oberhausen gelöst, um gemeinsam, aber unabhängig die seinerzeit vom Vorstand  des AFO begonnenen Projekte abzuwickeln, statt neue Großprojekte mittragen zu müssen. Gemeinsam wurde für das Roten Kreuz von Nordvietnam eine Mobile Chirurgische Klinik entwickelt und versandt und die Trägerschaft für ein Heim für Kriegswaisen in Südvietnam übernommen. Nach Beendigung des Vietnamkrieges wurde 1975 die finanzielle Förderung des Heims unterbunden und das Personal des Waisenhauses in Umerziehungslager geschickt.
  • AFBo hat sich in den Jahren 1976 – 1987 vorwiegend und jeweils über mehrere Jahre der ideellen und finanziellen Unterstützung von Kinderhilfsaktionen in Kriegs- und Notgebieten gewidmet. In Chile wurde nach dem Sturz der Demokratie eine oppositionelle christliche Organisation unterstützt, die Arbeiterkindern den weiteren Schulbesuch ermöglichte. Während des Befreiungskrieges in Mozambik wurde die Kinderhilfsaktion der Befreiungsorganisation unterstützt, ebenso in Kolumbien die Organisation Ayudame, die Straßenkinder in Heime aufnahm. Nach dem Massaker der christlichen Amalmilizen in den palästinensichen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila 1982 während der israelischen Besetzung des Libanon, ist Hildegunde Pape nach Beirut geflogen und hat in Zusammenarbeit mit der libanesischen Hilfsorganisation NAJDEH die Kinder- und Familienhilfe organisiert, die AFBo bis 1990 und neben dem Jugendprojekt Salikenye weiter geführt hat.
  • Für diese Hilfsaktionen wurden von 1969 bis 2007 rund 420.000 € aufgebracht. Dieser Betrag setzte sich anfangs aus Mitgliedsbeiträgen (1974 waren es ca. 130 Mitglieder), später zu einem geringen Teil aus staatlichen Zuschüssen (rd. 72.900 € für Salikenye), größtenteils jedoch aus Spenden zusammen, die durch Initiativen und Aktionen des Vorstands und einiger Mitglieder aufgebracht wurden. Dazu zählten Kleider- und Altpapiersammlungen, Büchsensammlungen auf Straßen und in Geschäften, Konzerte und Basare, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen und Ausstellungen, begleitet von intensiver Pressearbeit. Die Aktion „Hilfe für Sabra und Shatila“ in Beirut wurde z.B. von einem Journalisten der WAZ mit Fotos, Artikeln und Aufrufen unterstützt, die die Spendenbereitschaft bei den kurzfristig anberaumten Aktionen sehr erfolgreich förderten.

 Bochum, 25. Juli 2009     Siegfried und Hildegunde Pape